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Salü Corcelles-le-Jorat ! - Salü Team Girard!
Es ist Freitag, der 26. August 2005. Wir sind auf der Fahrt an die zweitletzte Veranstaltung in dieser Saison. Als wir in Kirchberg auf die A1 auffahren, passiert auf der Gegenfahrbahn ein schwerer Unfall. Der Rückstau erstreckt sich in gleicher Geschwindigkeit wie wir unterwegs sind Richtung Bern. Tausende von Autos und Lastwagen stehen Rad an Rad und erst im Grauholz treffen wir auf das Stauende, immer noch zunehmend! Wir sind heilfroh, nicht dort drin zu stecken. Ich hänge meinen Gedanken nach und bin schon in Corcelles. Wie war’s letztes Jahr, wie wird’s heuer sein. Meine Teilnehmerliste sagt mir, dass 73 eingeschriebene Fahrzeuge mit ihren Piloten in diesem kleinen Dorf einen Lagerplatz benötigen. Noch nie hatte die FHRM eine derart grosse Beteiligung auszuweisen. Hängt das wohl mit der Ambiance und dem Charme dieser Veranstaltung zusammen, oder mit der Qualifikation für den Grunigel? Wie bekomme ich da wohl wiedereinmal alle Fahrer rechtzeitig an den Start? - Wir sind nicht die ersten, aber unser Platz vom letzten Jahr war noch frei. Kaum angekommen wurden wir vom Grundeigentümer begrüsst und nach unseren Bedürfnissen gefragt. Strom. Kein Problem. Also die Versorgung bis am Sonntag Abend war gesichert, so dass Pesche’s Laptop sicher nicht verhungern wird.
Mit der Papier- und Maschinen-Abnahme wird pünktlich um 18.00 h begonnen. Für die Begrüssung der Schweizermeisterschafts-Fahrer bei der administrativen Kontrolle hätten wir uns etwas mehr welschen Charme gewünscht.
Nach dem Nachtessen, ab in die obere „Beiz“. Diese war schon fest in Deutschschweizer- Hand. Die Wirtin, ein schon etwas „spätes Mädchen“, hat ein ganzes Jahr auf diesen Tag warten müssen und jetzt will sie es wieder wissen. Männer soweit das Auge reicht und mehr oder weniger alle Vogelfrei. Vor allem eine Gruppe aus dem Zugerland hat es der Holden angetan. Da vergisst dann halt so mancher Möchtegern-Casanova seinen Jahrgang und spürt die „Präschte“ erst am nächsten Morgen wieder, im trauten Heim. Die Nacht war lang und glücklicherweise haben am Samstag Morgen noch keine Trainingsläufe stattgefunden, denn bei so manchem Piloten war der Alkoholpegel noch höher, als der Benzinstand im Tank seiner Rennmaschine. Ob der Haussegen im „Castello Morini“ und im „Grotto Aermacchi“ noch im Lot war, entzieht sich meiner Kenntnis.
Nach dem Mittagessen begann die Veranstaltung mit dem Besichtigungslauf. Dann ging’s Schlag auf Schlag. Bis um 17.00 h waren weitere zwei Zeittrainings und zwei Zeitläufe ohne erwähnenswerte Zwischenfälle absolviert. Jeder wollte wissen, ob er dem Ziel „Teilnahme am Gurnigel“ etwas näher gekommen ist. Aus diesem Grund ist man ja schliesslich nach Corcelles gekommen und hat die Reise durch die halbe Schweiz auf sich genommen. Pesche’s Bus wurde zum Rechencenter umfunktioniert und so hatten wir die Möglichkeit, noch am Samstag Abend die Ranglisten auf den neusten Stand zu bringen.
Am Sonntag hätte das Zeittraining um 9.00 h beginnen sollen, was dann mit einer kurzen Verspätung von einer halben Stunde auch geschah. Unsere Mannen waren mehr oder weniger ausgeschlafen rechtzeitig am Start. Der Vorstarter meinte verwundert „ils sont très motivés“! Kunststück, viele benötigen noch Punkte.... Der ganze Tag verlief wie am Schnürchen. Trainingslisten, Zeitlisten, alles wurde vom Veranstalter sofort weitergegeben. Langsam hat sich das Teilnehmerfeld für den Gurnigel herauskristallisiert. Noch einige abklärende Nachfragen im Fahrerlager, ein paar Telefonate und bis am Abend war’s dann klar. Diejenigen, die am Freitag von einer Teilnahme noch weit entfernt waren und mit allerlei Ideen ihre Qualifikation erreichen wollten, haben es aus eigener Kraft in die ersten 20 bzw. ersten 5 geschafft. Wir gratulieren allen ganz herzlich.
Zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass die 50 vom ACS erhaltenen Anmeldungen nach der Rangverkündigung in Corcelles auf Platz verteilt werden konnten, was uns weitere Umtriebe ersparte. Nur gerade drei Stück, von nicht anwesenden Piloten, mussten per Post zugestellt werden. Wir danken allen für das ausharren. Zu erwähnen wäre ganz sicher noch, dass sich Marlyse Sciboz den ersten Podestplatz erarbeitet hat und am Samstag mit einer Abweichung von 0.29 den 3. Platz im FHRM-Cup belegte. Wir gratulieren ganz herzlich. Zu erwähnen wäre noch die gute Organisation, der reibungslose Ablauf und die gute Zusammenarbeit mit dem Team Girard. Besten Dank. Zu erwähnen ist sicher nicht zuletzt die herzliche Aufnahme und die Gastfreundschaft der Gemeinde Corcelles. Dafür bedanken wir uns im Namen der Piloten und der FHRM ganz besonders. Leid tut uns der zweifache Ausfall des Seitenwagen-Gespannes 603. Schweizermeister könnt ihr beiden nicht mehr werden, aber es wird erst am Gurnigel entschieden sein wer 2. oder 3. der Vintage Bergschweizermeisterschaft sein wird. Also „a d Seck voruse luege und kämpfe“!
Viel Glück, und sonst gibt es 2006 sicher wieder eine Meisterschaft.
In ein paar Tagen geht der FHRM-Tross mit seinen besten Fahrern an das Gurnigel-Bergrennen. Der Schweizermeister steht in beiden Klassen bereits fest. Um die nachfolgenden Ränge muss aber noch gekämpft werden. Beim Cup ist noch gar nichts entschieden. Wir können uns auf einen spannenden Finallauf am Gurnigel freuen.
30.8.2005 evb
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