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Gaschney 2006  -  70 Schweizer am Start!

Die Vorbereitungen für Gaschney laufen auf Hochtouren. Eigentlich sollte der Shop zu Hause bleiben. Aber Pesche meinte, wenn wir jetzt schon einen haben, muss er mit. Haut de ... er ist der Chef. Da an unserem Reisetag, dem 14. Juillet, Französischer Nationalfeiertag ist und mich eine gute Seele vorher noch daran erinnert hat, muss auch der Kühlschrank gut gefüllt sein. Nix mit einkaufen in der Weinstrasse. Wir kommen zügig voran. Dem LT haben wir gut zugeredet und so erreichen wir gegen 16 Uhr das Fahrerlager. Unser Platz ist bereits reserviert. Wir wurden von vielen helfenden Händen eingewiesen, geradegerichtet und in die Waagerechte gestellt.

Jean-Mark, spontan wie er ist, entschliesst sich, bereits am Freitag Abend die Papierkontrolle durchzuführen. Alles kein Problem. Wir sind gut vorbereitet. 70 Fahrer haben auf das FHRM-Konto einbezahlt und gleichzeitig sind alle Lizenziert. Ich kann dem Nouveau Moto Club de Munster 6'100 Euro übergeben sowie eine entsprechende Teilnehmerliste. Alles geht für unsere Fahrer wie am Schnürchen. 

Nach dem Nachtessen ist noch ein bisschen sehen und gesehen werden angesagt. Wir schlendern durchs Fahrerlager. Überall treffen wir auf FHRM-Gruppen. Es wird gesmall- talkt, gefachsimpelt oder einfach nur Freundschaften aufgefrischt oder neue geknüpft. 70 Piloten haben in diesem Jahr den Weg auf den Hausberg von Munster gefunden. Viele von ihnen zum ersten Mal. So auch die Emmentaler. Gut verpflegt von Ihren Frauen haben sie mit Ihren Töffs und Seitenwagen die Reise ins Elsass gewagt und sind wohl ohne zu übertreiben überglücklich hier zu sein. Hans meinte „es isch grad wie i de Ferie und Töffrenne cha me o no!“. An diesem Abend sind wohl alle zufrieden in ihre Kojen geschlüpft.

Die technische Kontrolle am Samstag Morgen verlief bis auf ein paar nicht ECE-Konforme Helme die beanstandet werden mussten, für unsere Fahrer problemlos. Jean-Marc Schickel hat seine 152 Fahrer in drei Gruppen aufgeteilt, wobei die Gruppe zwei von den FHRM-Piloten gebildet wurde. Also alles 500-er Nummern. Beim ersten freien Training haben sich trotzdem ein paar Piloten in die erste Gruppe verirrt, was aber kein Problem darstellte, da Pesche und ich alle 500-er Nummern aussortieren konnten. Nur die Nr. 57... hatte einen miserablen Auftritt! Kommt mit den letzten Autos vor dem ersten freien Training auf dem Gaschney. Anstelle von „Salü“ sagt er „häb der Fuess unge a Lade, süsch rütscht er mer wäg“ – entlädt sein Motorrad, schwingt sich auf den Töff und fährt, ohne nur etwas zu fragen oder zu sagen, mit der talwärts fahrenden Gruppe 1 – also der falschen – an den Start. Keine Papierabnahme, keine Maschinenabnahme, keinen Transponder rein gar nichts. Was ist, wenn dieser Fahrer bei seinem unerlaubten Besichtigungslauf stürzt? Wer wird da zur Rechenschaft gezogen? Warum machen wir überhaupt Papier- und Maschinenabnahme? Der Wiederaufbau der FHRM-Gruppe in der heutigen Form hat das ganze Team sehr, sehr viel Energie, Zeit und nicht zuletzt auch Geld gekostet. Es kann nicht angehen, dass einzelne Egoisten mit rüpelhaftem Verhalten diese Arbeit in Frage stellen oder zunichte machen.

Am Samstag Abend. Ein wunderschöner Abend. Zwei, drei Schönwetter-Wolken über dem Gaschney und am Himmel hängt wie angenagelt ein Falke. Hoppla, da werde ich wohl etwas zu poetisch. - Wie alle Jahre zuvor war im Festzelt Country angesagt. Das heisst, die Musik ist immer dieselbe, nur der Sänger ist etwas älter geworden. – Und endlich haben auch unsere „Helferfrauen“ von der FHRM ein kleines Dankeschön in Form eines Flammen-Kuchen-Gutscheines erhalten. Zur Information: Das Geld dafür stammt nicht aus der FAM/FHRM-Kasse sondern aus der FHRM-Portokasse. Es handelt sich dabei um Trinkgelder aus Service und Shop sowie um die Spesenvergütung von Jean-Mark Schickel.

Am Sonntag ist dann unser Kopierer heiss gelaufen. Pesche, der bei jedem Lauf der FHRM-Gruppe am Start war, lieferte die Zeitlisten und das Büro, welches durch Bartlomé’s Trudi verstärkt wurde, kopierte was das Zeug hielt.

Ja, es gäbe noch viel zu schreiben. Zum Beispiel:

  • dass am Samstag Abend unser Pesche , der eigentlich schon lange hei hät söue, go d Granium pschütte, bei der Stehbar von Franz hängen blieb. Im Moment ist noch nicht ganz klar, ob Franz in Zukunft besser die Stehbar zu Hause lassen sollte, oder der Pesche die Blumenkiste!! Oder
  • von Trudi und Erich, die uns im Büro so tatkräftig unterstützten und auch den FHRM-Shop geführt haben. Oder
  • dass ohne die Präsenz von Pesche im Startbereich, einige unserer Fahrer wegen „Lärmüberschreitung“ von der Teilnahme ausgeschlossen worden wären. Oder,
  • dass wir wieder ewig keine Zeitlisten erhalten hätten. Oder
  • von Carlos Morini, welche mit ihrem neuen Besitzer aufs Potest gefahren ist. Oder
  • von den Doppelstartern, welche herausgefunden haben, dass das Punktesammeln an der FHRM-Vitage Bergmeisterschaft einfach viel spannender ist als irgend ein Rang auf einer Gesamtrangliste.

Im Grossen und Ganzen ist Gaschney 2006 um 100 % besser abgelaufen als Gaschney 2005!

Die Rangverkündigung war auch in diesem Jahr chaotisch, aber wir sind mit korrekten Endranglisten nach Hause gefahren. Wir danken dem Nouveau Moto Club de Munster und Jean-Mark Schickel für das schöne Wochenende und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute. Jean-Mark heiratet am 29. Juli 2006 seine Martine.

21.7.2006 evb