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Hittnau 2006

77 eingeschriebenen FHRM-Piloten. Für uns eine sehr gut besuchte Veranstaltung. Schade, dass dies der Organisator nicht zu würdigen wusste. Probleme und Hahnenkämpfe im Vorfeld und Querelen und Schikanierereien am Freitag und Samstag mit unseren Leuten auf dem Veranstaltungsgelände. Gottlob sind wir Töffler äusserst tolerante und grosszügige Menschen. Wir übersehen die in Jackett und Melone gekleidete Arroganz glattweg und feiern unser eigenes Fest.

Und ein Fest ist es geworden. Am Samstag Abend in der Festhütte. Obschon der Hittnauregen bereits eingesetzt hatte, liess sich keiner verdriessen, denn Rennen war erst wieder morgen!Eigentlich hätte ich einige ganz pikante Geschichten zu erzählen. Aber für lustiges und peinliches ist an diesem Wochenende kein Platz. 

Pünktlich um Siebenuhr 51 (nicht 52!!) sind dann unsere „Kleinen“ am Start gestanden. Man kann schon sagen „unsere“, denn es handelte sich den ganzen Morgen fast nur um 500er Nummern, die auf der Strecke ihre Runden drehten. Wenn’s obe schiffet und unge seicht ..

Um etwa 10 Minuten nach 11 Uhr ist dann das schreckliche passiert, das man keinem Menschen und keinem Veranstalter wünschen mag. Sei’s menschliches Versagen, die wirklich zu diesem Zeitpunkt widrigen Wetterverhältnisse oder einfach der Liebe Gott der hier seine Hände im Spiel hatte. Wir werden es nie erfahren.

Als kurz darauf durch den Lautsprecher der Rennabbruch bekannt gegeben wurde, hatten alle Gewissheit. Dem verunfallten Streckenposten konnte nicht mehr geholfen werden. Traurigkeit machte sich im Fahrerlager breit. Die Transponder wurden abgegeben und im strömenden Regen versuchte jeder seine Sachen zusammen zu packen und mit dem Geschehenen klar zu kommen.

Aus Rücksicht auf den verstorbenen Ambros Herger und die Trauerfamilie möchte ich diesen Bericht hier beenden. Im Namen aller Piloten möchten wir von der FHRM den Angehörigen unser aufrichtiges Beileid aussprechen. Eine entsprechende Trauerkarte wurde der Familie direkt zugestellt.

30.8.2006 evb